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Wohnen ist mehr – der neue Gemeindebau

Modern. Elegant. Leistbar.

22.08.2018

Graz ist eine stetig wachsende Stadt. Rund 4.000 Menschen ziehen jährlich in das grüne Herz der Steiermark. Der Anstieg der Bevölkerungszahl hat eine steigende Nachfrage nach leistbarem Wohnraum und der dafür benötigten Infrastruktur zu Folge. Wir stehen daher vor einer besonderen Herausforderung, der wir uns erfolgreich durch zahlreiche Maßnahmen und Projekte stellen. Wohnen soll für die Menschen in Graz wieder mehr werden, denn Wohnen ist vielseitig. Wohnen bedeutet Verantwortung zu übernehmen, einen Platz in der Gesellschaft und ein Zuhause zu haben, ein Image nach Außen, Individualität, die Entfaltung des Eigenen und vieles mehr.

 

Voraussetzung für einen erfolgreichen neuen Gemeindebau in Graz ist der Beschluss des Fläwi 4.0 durch die schwarz-blaue Koalition, durch den Wohnraum überhaupt erst geschaffen werden kann. Zudem wurden für die Periode 2017/2018 ein Budget von 26 Millionen Euro für Neubau, Sanierung und Flächenankauf in die Hand genommen und eine Wohnbauoffensive für die Grazer gestartet.

1) Umsetzung neuer Vergabe-Richtlinien bei der Zuweisung von Gemeindewohnungen (seit 01.10.2017 in Kraft):

  • Anhebung der Voraussetzung für einen Anspruch von 1 auf 5 Jahre (Berufstätigkeit von fünf Jahren ist gleichwertig)
  • 15 Jahre bereits Hauptwohnsitz in Graz
  • Asylberechtigte: Anspruch nur mit Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt - EU"
  • Asylwerber haben keinen Zugang

 

Durch die Eingrenzung der Zugangskriterien folgt, dass die Menschen schneller zu den dringend benötigten Wohnungen kommen, die sie auch wirklich brauchen.

 

2) Neue Festlegung der Einkommensgrenze: Neue Höchstgrenzen Netto-Jahreshaushaltseinkommen  

  • Einpersonenhaushalt: 27.000 Euro (früher 34.000 Euro) auf 2250 Euro netto/Monat
  • Zweipersonenhaushalt: 40.000 Euro (früher 51.000 Euro) auf 3.333 Euro netto/Monat
  • Mehrpersonenhaushalt: für jede weitere Person 4.500 Euro
  • → für 3 Personen 44.500 Euro (früher 55.500 Euro) etc. auf 3.708 Euro netto/Monat

 

Die neuen Höchstgrenzen wurden für eine bessere Fokussierung festgesetzt und sind damit eine zielgerichtete Maßnahme für den einkommensschwachen Bevölkerungsanteil.

 

3) Festlegung der Haushaltsgrößen: Neue Einführung des Zweipersonenhaushaltes

Bisher gab es nur Ein- und Mehrpersonenhaushalte (= ab 2 Personen). Auf Grund des Punktesystems war es für einen Mehrpersonenhaushalt mit nur zwei Personen sehr schwierig, die Voraussetzungen zu erfüllen. So zählt nun eine alleinerziehende Mutter als Zweipersonenhaushalt, wodurch ihr der Zugang zu einer Gemeindewohnung erleichtert und in manchen Fällen überhaupt erst gegeben ist!

 

Durch die Festlegung von 1-, 2-, 3 und 4-, und ab 5-Personenhaushalte (früher nur 1-Personen und Mehrpersonenhaushalt) kommt es zu einer zielgerichterten Vergabe und damit einer Verkürzung der Wartezeit auf eine Gemeindewohnung.

 

4) Verkürzung der Wartezeiten

  • 1 Person                  max. 6 Monate (früher 9 bis 12 Monate)
  • 2 Personen              max. 2 Monate (früher 9 bis 12 Monate)
  • 3 und 4 Personen     max. 2 Monate (früher 9 bis 12 Monate)
  • ab 5 Personen          max. 6 Monate (früher 18 bis 24 Monate)

 

Die Wartezeit auf eine Gemeindewohnung ist so kurz wie noch nie! Graz nimmt dabei ganz klar eine Vorreiterrolle für ganz Österreich ein.

 

5) Heizungsumstellung auf Fernwärme

Der Fernwärmeausbau bringt gleich zwei tolle Vorteile für die Grazer. Zum einen wird die Lebensqualität in den einzelnen Wohnungen erhöht und zum anderen leistet der Ersatz von festen Brennstoffen einen wichtigen Beitrag zur Feinstaubreduktion (Stichwort Hausbrand). Von 4.284 stadteigenen Gemeindewohnungen sind mittlerweile 3.182 Wohnungen an Fernwärme angeschlossen.

 

Drei einfache Projektziele stehen hinter der Heizungsumstellung auf Fernwärme: Feinstaubreduktion und CO²-Einsparung, Hebung des Standards der Gemeindewohnungen sowie eine vereinfachte administrative Abwicklung!

 

6) Einzigartiges Agendaprojekt: Startwohnungen für Jungfamilien

Bereits 2017 wurden die Jungfamilienwohnungen als Agendaziel angekündigt, nun kann durch die Baurechtsvergabe an die ÖWG mit der Planung und letztlich dem Bau der 40 Startwohnungen für Jungfamilien begonnen werden. Die günstigen Mieten unterstützen Jungfamilien bei der Hausstandsgründung und dem Start ins eigenständige Leben. Hervorzuheben sind die zentrale Lage in der Plüddemanngasse 27 und 27a und vor allem die Einzigartigkeit des Projekts.

 

Ziel ist es, jungen Menschen bei ihrer Hausstandsgründung unter die Arme zu greifen. Das Projekt ist sowohl in der Steiermark, aber auch österreichweit einmalig!  

 

7) Wohnen Graz aktuell  

Für die Periode 2017/18 sind insgesamt 448 Wohnungen in Planung und Bau - sowohl im Übertragungs- als auch städteeigenen Wohnbau. Wohnen Graz stehen gesamt rund 11.500 Gemeindewohnungen zur Verfügung, wovon zurzeit ca. 110 Wohnungen leerstehend sind. Daraus folgt, dass über 99 Prozent der Grazer Gemeindewohnungen vermietet sind.

Die oben genannten Maßnahmen führen zu einem optimalen Verhältnis zwischen berechtigten Wohnungswerbern (rund 850 Personen) und zur Verfügung stehenden Wohnungen.

 

Auch für die Zukunft ist es wichtig, dieses Verhältnis zwischen verfügbaren Wohnungen und berechtigten Antragsstellern aufrecht zu erhalten, um den hohen Standard der schnellen Vergabe halten zu können!