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SozialCard: Gute Bilanz für erstmalige Online-Beantragung für Energiekostenzuschuss

01.03.2018

Die Evaluierung und Reform der Grazer SozialCard war im vergangenen Jahr einer der ersten großen Meilensteine für die neue schwarz-blaue Regierung. Unter den Änderungen, die mit 1. Jänner 2018 in Kraft getreten sind, war auch die separate Antragstellung für die mit der SozialCard verbundenen Geldleistungen Energiekostenzuschuss und Weihnachtsbeihilfe. Außerdem wurden die Auszahlungszeiträume angepasst. Während bis dato beide Geldleistungen im Dezember ausbezahlt wurden, erfolgt die Antragstellung für den Energiekostenzuschuss nun erstmals im Frühjahr. Damit werden die Geldleistungen besser auf das Jahr aufgeteilt. „Die SozialCard ist ein wichtiger Beitrag der Stadt Graz zu einem funktionierenden Sozialsystem. Als Sozialstadtrat ist es mir besonders wichtig jene zu unterstützen, die sich nicht selbst helfen können", so Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, „unser Auftrag an die SozialCard ist nicht nur jener, finanzielle Hilfestellungen zu geben, sondern vor allem auch Menschen mit geringem Einkommen ein möglichst großes Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen."

Von 1. Bis 31. März 2018 gab es deshalb erstmals die Möglichkeit den Energiekostenzuschuss online auf der Website der Stadt Graz zu beantragen. „Für uns war es besonders wichtig, dass die Antragsmöglichkeit modern und niederschwellig ist. Soziales darf für mich nicht heißen, dass sich Menschen um Almosen anstellen müssen", erklärt Hohensinner. Diese Online-Beantragung war einfach und unkompliziert mit wenigen Schritten möglich, und konnte so einfach von zu Hause aus durchgeführt werden. Auch der Beantragungszeitraum wurde mit einem Monat bewusst lange gehalten. Für die Anmeldung selbst mussten lediglich die SozialCard-Nummer sowie das Geburtsdatum eingegeben werden. Danach reichte ein Häkchen, um sich für den Energiekostenzuschuss anzumelden.

Im Rahmen der separaten Beantragung wurden 8.140 Anträge abgegeben. 3.425 davon waren unbefristete SozialCard-Besitzer. Diese, also jene Personen bei denen keine Veränderung der Einkommenssituation zu erwarten ist, hauptsächlich Mindestpensionisten, wurden ja von der separaten Antragstellung explizit ausgenommen. Das bedeutet über das Online Portal wurden 4.715 Beantragungen abgeschickt. 616 Personen sind ins Sozialamt gekommen und haben dort eine Hilfestellung bei der Beantragung bekommen. Im Vergleich dazu wurde im Jahr 2017 der Energiekostenzuschuss automatisch an 10.051 Bezieher ausbezahlt.

„Die Zahlen zeigen, dass unglaublich viele Menschen die neue Beantragung genutzt haben", zieht der Sozialstadtrat eine sehr zufriedenstellende Bilanz, „gleichzeitig bewahrheitet sich aber auch unsere Annahme, dass nicht immer alle SozialCard Bezieher auch alle Zuschüsse benötigen und beantragen werden. Die Einführung der separaten Antragstellung war und ist ein wichtiger Schritt und entspricht auch unserem Menschenbild, dass jeder Mensch als vollwertig angesehen wird. Es ist aus unserer Sicht möglich und legitim,  eine aktive Handlung von Seiten der Bezieher für den Erhalt von Sozialleistungen einzufordern." Der Zuschuss ist wie in den vergangenen Jahren mit 65,- pro Haushalt dotiert.

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