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Graz Reininghaus

01.07.2018

Auf dem Weg zu einem neuen Stadtteil

Das ehemalige Areal der Brauerei Reininghaus im Grazer Westen bietet als größtes noch unbebautes Entwicklungsgebiet der Stadt Graz die Chance zur Entwicklung eines urbanen, dichten und energieoptimierten Stadtteils. Rund 100 Hektar umfasst das gesamte Planungsgebiet von Graz-Reininghaus, das nur 1,8 Kilometer von der historischen Altstadt entfernt liegt. Ein vom Gemeinderat beschlossener Rahmenplan gibt die übergeordneten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung vor. Es soll Wohnraum für über 10.000 Menschen, ein hoher Anteil an Grünflächen und attraktive Fuß- und Radwege sowie eine gute Anbindun an dern öffentlichen Verkehr entstehen.

Rendering © kfr.atRendering © ballon Architekten

Urbaner Nutzungsmix

Zentrale Voraussetzung für das Entstehen eines neuen Zentrums im Westen der Stadt ist es, dass möglichst vielfältige Nutzungen wie Handelsflächen, Büros und Wohnungen realisiert werden. Fachleute sprechen von einem urbanen Nutzungsmix. Im Rahmenplan wurden daher festgelegt, dass nicht ausschließlich Wohnungen errichtet werden, sondern auch ausreichend Flächen für Nahversorgung, Büros und Dienstleistungen vorgesehen werden. Besonders im nördlichen Bereich des Reininghausareals sollen vermehrt Nicht-Wohnnutzungen umgesetzt werden.

Entwicklungsprozess seit 2005

Seit dem Jahr 2005 arbeiten die städtischen Planungsabteilungen am Entwicklungsprozess für den Stadtteil Graz-Reininghaus. Der wichtigste Schritt war dabei die Erarbeitung des Rahmenplans, der am 25. Februar 2010 einstimmig vom Grazer Gemeinderat beschlossen wurde. Dieser gliedert das Areal in einzelne Quartiere mit unterschiedlichen Nutzungen: Bereiche fürs Wohnen und Arbeiten sind ebenso geplant wie ausreichende Grünflächen, öffentlicher Raum und Platz für die nötige Verkehrsinfrastruktur. In weiterer Folge wurden Flächenumwidmungen durchgeführt und Bebauungspläne arbeitet und beschlossen. Für alle Quartiere wurden Architekturwettbewerbe durchgeführt, welche die Grundlagen für die Einzelbauverfahren sind.

Für die ersten Quartiere haben bereits Spatenstichfeierlichkeiten stattgefunden. Weitere befinden sich derezeit im Bauverfahren, für andere werden noch Bebauungspläne erarbeitet. Für die Gestaltung des öffentlichen Raumes wurden ebenso Architekturwerttbewerbe durchgeführt. Für die Anbindung des Stadtteils an die Straßenbahn hat der Grazer Gemeinderat zu Jahresbeginn 2018 den notwendigen Beschluss gefasst.

Rahmenplan als Entwicklungsgrundlage

Durch den vorliegenden Rahmenplan sollen Investoren Planungs- und Rechtssicherheit erhalten und zugleich die Steuerungsfunktion der Stadt erfüllt werden. Beinhaltet sind städtebauliche Rahmenbedingungen, Ausweisung für Grünflächen und Flächen für die Verkehrserschließung. Im Einklang mit übergeordneten Planungen der Stadt Graz und des Landes Steiermark, den Vorgaben aus dem Grazer Stadtentwicklungskonzept und anderen Planungsinstrumenten, ermöglicht der Rahmenplan ein größtmögliches Maß an Entwicklungsflexibilität, um dadurch sowohl den unterschiedlichen Anforderungen eines großen Entwicklungsgebiets, als auch den sich ändernden Bedürfnissen während des gesamten Entwicklungszeitraums zu entsprechen.

Der Rahmenplan dient zusammenfassend

Entwicklungsstandes in Graz-Reininghaus
• einer Herstellung von Planungs- und Investitionssicherheit und damit der Sicherstellung der öffentlichen Interessen bei gleichzeitiger Schaffung von Anreizen für Investoren
• als fachliche Grundlage zur Festlegung mittel- und langfristiger Vorgaben in Stadtentwicklungskonzept und Flächenwidmungsplan
• als Grundlage für städtebauliche und baukünstlerische Wettbewerbe, welche die Voraussetzung für Bebauungsplanungen auf Quartiersebene bilden
• als Grundlage für privatrechtliche Vereinbarungen mit künftigen Investoren
Weitere Informationen zu den baulichen Entwicklungen finden Sie ebenso auf der Website der GrundeigentümerInnen unter www.reininghaus-findet-stadt.at

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